27. August 2018

Firmen-Pkw-Privatnutzung durch Gesellschafter-Geschäftsführer: Fortsetzung

Ein Bei­trag von Mag. Ernst Pat­ka

Unser letz­ter BLOG-Bei­trag zum The­ma lau­te­te: Fir­men-Pkw-Pri­vat­nut­zung durch Gesell­schaf­ter-Geschäfts­füh­rer: Es ist vor­bei …”

Nicht ganz vor­bei, denn es gibt eine Fort­set­zung: Die Finanz hat eine Infor­ma­ti­on zum Kom­mu­nal­steu­er­ge­setz 1993 zu Rz 79 betref­fend Sach­be­zü­ge Gesell­schaf­ter-Geschäfts­füh­rer (Info des BMF vom 08.08.2018, BMF-010222/0093-IV/7/2018 gül­tig ab 08.08.2018) her­aus­ge­ge­ben.

Nutzt ein ein­kom­men­steu­er­pflich­ti­ger (= wesent­lich betei­lig­ter) Gesell­schaf­ter-Geschäfts­füh­rer einen Fir­men-Pkw auch pri­vat, dann soll fol­gen­des hin­sicht­lich der Bemes­sungs­grund­la­ge für die Lohn­ne­ben­kos­ten gel­ten (Kurz­zu­sam­men­fas­sung)

Bis 31. Dezem­ber 2017:

Wahl­recht zwi­schen (a) Ansatz eines Sach­be­zugs in Anleh­nung an § 4 der Sach­be­zugs­wer­te­ver­ord­nung, BGBl II 2001/416 in der jeweils gel­ten­den Fas­sung, oder (b) durch Ansatz der der Gesell­schaft ent­stan­de­nen auf den nicht betrieb­li­chen Anteil ent­fal­len­den Kos­ten (= Ansatz eines Pri­vat­an­teils).

Ab 1. Jän­ner 2018:​​​​

Wahl­recht zwi­schen (a) Ansatz eines Sach­be­zugs in Anleh­nung an § 4 der Sach­be­zugs­wer­te­ver­ord­nung, BGBl II 2001/416 in der jeweils gel­ten­den Fas­sung, oder (b) Ansatz eines nach­ge­wie­se­nen (Schät­zung, Glaub­haft­ma­chung reicht nicht!) Pri­vat­an­teils.

Den voll­stän­di­gen Wort­laut der BMF-Info fin­den Sie hier

2comments
Greindl - 3. Mai 2019

Sehr geehr­ter Herr Mag. Pat­ka!
Sehr geehr­te Frau Mag. Dangl!

In der Bilanz Buch­hal­ter Info Nr. 03/März 2019 wur­de fol­gen­der Arti­kel ver­öf­fent­licht:
Kfz-Pri­vat­nut­zung und Dienst­ge­ber­bei­trag
Die Ermitt­lung geld­wer­ter Vor­tei­le aus der Pri­vat­nut­zung des fir­men­ei­ge­nen Kfz durch den wesent­lich betei­lig­ten Gesell­schaf­ter-Geschäfts­füh­rer hat nicht nach der Sach­be­zugs­ver­ord­nung, son­dern allen­falls im Schät­zungs­weg zu erfol­gen… (BFG vom 21.01.2019, RV/6100140/2016).

Lt. Beschwer­de ging es um eine GPLA-Prü­fung über die Jah­re 2012–2014.

Jetzt mei­ne Fra­ge, ob Ihr Bei­trag vom 27.08.2018 Wahl­recht a) Ansatz Sach­be­zug oder b) Ansatz nach­ge­wie­se­ner Pri­vat­an­teil noch aktu­ell ist?
Und die Beschwer­de nur den Prü­fungs­zeit­raum 2012–2014 betraf?

Vie­len Dank

Lg Clau­dia Greindl

Antworten
    Waltraud Sindelka - 6. Mai 2019

    Hal­lo, Frau Greindl,

    Der steu­er­wirk­sa­me geld­wer­te Vor­teil ist mit jenem Wert anzu­set­zen, der sich aus § 4 der Sach­be­zugs­wer­te­ver­ord­nung, BGBl. II 2008/468, in der jeweils gel­ten­den Fas­sung, ergibt.
    Abwei­chend davon kann der geld­wer­te Vor­teil aus der pri­va­ten Nut­zung des zur Ver­fü­gung gestell­ten Kraft­fahr­zeu­ges nach den auf die pri­va­te Nut­zung ent­fal­len­den, vom über­las­sen­den Unter­neh­men getra­ge­nen Auf­wen­dun­gen bemes­sen wer­den. Dazu ist erfor­der­lich, dass der Nut­zungs­be­rech­tig­te den Anteil der pri­va­ten Fahr­ten (bei­spiels­wei­se durch Vor­la­ge eines Fahr­ten­bu­ches) nach­weist.
    Sie­he hier­zu die aktu­el­le Fas­sung der Rz 1069 der Ein­kom­men­steu­er­richt­li­ni­en.
    Ich wün­sche eine erfolg­rei­che Arbeits­wo­che.
    Mit herz­li­chen Grü­ßen
    Ernst PAT­KA

    Antworten
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