Juli 30, 2019

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Lohn­ab­ga­ben­prü­fer sind für mich genau­so unent­behr­lich wie Schieds­rich­ter beim Fußballspiel.

Jemand muss dar­auf schau­en, dass die Regeln ein­ge­hal­ten wer­den. aber …

… was hal­ten Sie von einem Fuß­ball-Schieds­rich­ter, der, weil zu wenig Tore fal­len, wäh­rend des Spiels die Regeln ändert, nach dem Pip­pi Langstrumpf-Motto:

2 x 3 macht 4
Wid­de­wid­de­witt
und Drei macht Neu­ne!
Ich mach’ mir die Welt

Wid­de­wid­de wie sie mir gefällt .…“

Sie mei­nen, so etwas gibt es nicht?

Ein GPLA-Prü­fer aus einem west­li­chen Bun­des­land über­prüf­te die nach den Regeln der For­mel 7 in den Mona­ten Juli bis Dezem­ber erfolg­ten Prä­mi­en­aus­zah­lun­gen:

  • Alle Vor­aus­set­zun­gen gemäß den Lohn­steu­er­richt­li­ni­en 2002 (recht­zei­ti­ge, schrift­li­che Ver­ein­ba­rung des Aus­zah­lungs­mo­dus) lagen unstrit­tig vor => die Lohn­steu­er­erspar­nis wur­de anerkannt.
  • Alle Prä­mi­en­teil­zah­lun­gen wur­den – ent­spre­chend der Recht­spre­chung (VwGH vom 18. 2. 2004; Zl 2001/08/0004) kor­rek­ter Wei­se sozi­al­ver­si­che­rungs­recht­lich als Son­der­zah­lun­gen abge­rech­net, und
  • in allen Mona­ten – aus­ge­nom­men Novem­ber (in die­sem Monat wur­de die Weih­nachts­re­mu­ne­ra­ti­on abge­rech­net und aus­be­zahlt) ‒ wur­den der Rechts­la­ge ent­spre­chend die Arbeits­lo­sen­bei­trä­ge für die Prä­mi­en­teil­zah­lun­gen auf­grund Nied­rig­ver­dienst gekürzt.
  • Bei­spiel: Die Prä­mie beträgt ins­ge­samt EUR 7.000,00 => monat­lich abge­rech­ne­te Prä­mi­en­teil­be­trä­ge: EUR 1.000,00 => Kür­zung der Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge um 3% (Rechts­stand 2019) auf 14,12% (= „Regel­pro­zent­satz“ für Sonderzahlungen)

Soweit schien alles klar und unpro­ble­ma­tisch, wenn nicht der GPLA-Prü­fer – treu dem Pip­pi Langstrumpf-Motto –

…..

Ich mach’ mir die Welt
Wid­de­wid­de wie sie mir gefällt .…“


‒ sei­ne eige­ne Rechts­mei­nung zur Sozi­al­ver­si­che­rung entwickelte:

Nach Ansicht des GPLA-Prü­fers ist die­se Recht­spre­chung unlo­gisch und unge­recht. Sie ver­min­dert zu Unrecht jene Bei­trags­last, die das Unter­neh­men an die Gebiets­kran­ken­kas­se abzu­füh­ren hätte.

Er erwar­te­te sich vom Unter­neh­men im Sin­ne eines für bei­de Sei­ten „wohl­ge­fäl­li­gen“ Prü­fungs­ab­schlus­ses einen kon­struk­ti­ven Lösungs­vor­schlag.

Über­setzt heißt dies:

Die Regeln (= VwGH-Erkennt­nis­se) pas­sen dem Schieds­rich­ter (GPLA-Prü­fer) nicht ð Er ändert die Spiel­re­geln und for­dert das Unter­neh­men auf, die­se Spiel­re­gel­än­de­rung, die zu mehr Toren (= finan­zi­el­les Mehr­ergeb­nis) führt, im Inter­es­se einer „har­mo­ni­schen“ Spiel­fort­set­zung, zu akzeptieren.

Klei­nes Gedan­ken­ex­pe­ri­ment: Der Dienst­ge­ber fin­det eini­ge Regeln unlo­gisch und unge­recht, hält die­se nicht ein, zahlt weni­ger Lohn­ab­ga­ben und ver­langt vom GPLA-Prü­fer Ver­ständ­nis – der Unter­neh­mer erhält wahr­schein­lich Besuch von Per­so­nen im wei­ßen Mantel.

Pip­pi Lang­strumpf lässt grü­ßen.

Die geschil­der­te Situa­ti­on ist eine Aus­nah­me, da 85% ‒ viel­leicht sogar um den einen oder ande­ren Pro­zent­satz mehr – der GPLA-Prüfer

  • nicht nur fach­lich top sind, sondern
  • auch ihre Auf­ga­be ähn­lich einem Schieds­rich­ter sehen: PV-Abrech­nungs­re­geln ein­ge­hal­ten? Ja oder Nein; bei Nein => Abrech­nung korrigieren 

Mein Wunsch an die GPLA-Prü­fungs­lei­te­rIn­nen: Gesprä­che mit die­ser ver­hal­ten­so­ri­gi­nel­len Prü­fer­min­der­heit zu füh­ren, denn auch für die GPLA-Prü­ferbran­che gilt das­sel­be wie für Poli­ti­ker: Da exis­tie­ren 2 ver­hal­ten­so­ri­gi­nel­le Ibi­za-Poli­ti­ker und schon sind alle Poli­ti­ker „sowie­so nicht viel anders“.

Falsch: 85% sind anders – wie bei den GPLA-Prü­fern. Auch in die­ser Berufs­grup­pe lei­det das Anse­hen des sehr hohen Anteils gewis­sen­haft und fair prü­fen­der GPLA-Prü­fer unter dem Auf­tre­ten eines Pip­pi Langstrumpf-Prüfers.

2 Ange­bo­te
für unse­re PV-Club-Mit­glie­der –
und nur für diese:

  • 15%-ige Ermä­ßi­gung auf das GPLA-Seminar vom Prak­ti­ker für Praktiker
  • Die 5 Erfolgs­bau­stei­ne einer erfolg­rei­chen Selbstanzeige

Ange­bot 1: 

15%-ige Ermä­ßi­gung auf das Lohn­ab­ga­ben­prü­fungs-Semi­nar
(10. Sep­tem­ber)
vom Prak­ti­ker für Prak­ti­ker: für Club­mit­glie­der in ganz Österreich!

  • Sie wol­len wis­sen, was gemäß mei­ner Erfah­rung die beson­de­ren Prü­fungs­schwer­punk­te sind und wie Sie sich opti­mal dar­auf vorbereiten?
  • Sie sind unsi­cher, wel­che Unter­la­gen Sie wie­lan­ge auf­be­wah­ren müs­sen (legal und nicht schred­dern bei Fir­ma Reisswolf ;-))?
  • Die Fahr­ten­bü­cher machen Ihnen Kopf­zer­bre­chen? – Im Semi­nar “Wenn der Prü­fer kommt” erfah­ren Sie, wel­che Feh­ler bei der Fahr­ten­buch­füh­rung unver­zeih­lich und wel­che ver­zie­hen wer­den (müs­sen).
  • Die Mythen rund um die Gefah­ren­zu­la­ge (zB kei­ne Steu­er­frei­heit, wenn Schutz­klei­dung den Dienst­neh­mer sowie­so schützt) wer­den im Semi­nar ent­zau­bert.
  • Schon in der Bibel steht: „Denn ich fürch­te einen Schre­cken und er traf mich“ (Hiob) ⇒ die Über­prü­fung der Rei­se­kos­ten. Die Rei­se­kos­ten­ab­rech­nung ist – was die Ein­fach­heit der Admi­nis­tra­ti­on betrifft ‒ eine Kom­bi­na­ti­on aus Rubik-Wür­fel und Sudo­ku.
  • Die Ein­stel­lung man­cher (ins­be­son­de­re) Gebiets­kran­ken­kas­sen-Prü­fer zu aty­pi­schen Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis­sen doku­men­tiert am Bes­ten die fol­gen­de Aus­sa­ge eines älte­ren Prü­fers, der mein­te: „Aty­pi­sche Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis­se sind wie die Con­chi­ta Wurst. Will sie auf die Toi­let­te, muss sie sich auch ent­schei­den ob bei „M“ oder „F“. Es gibt eben nur ech­te Unter­neh­mer oder Ange­stell­te und nicht die Kunst­fi­gur eines frei­en Dienst­neh­mers oder ähn­li­cher aty­pisch Beschäf­tig­ter
  • Sie haben noch wenig Erfah­rung mit Lohn­ab­ga­ben­prü­fun­gen und sind unsi­cher, wie Sie sich vor­be­rei­ten sol­len? ⇒ Im Semi­nar erhal­ten Sie eine Prak­ti­ker-Vor­be­rei­tungs-Check­lis­te
  • Wann ist es sinn­voll, eine Selbst­an­zei­ge zu erstat­ten und wor­auf soll­ten Sie hier­bei achten?
  • Prü­fer haben Rech­te und Pflich­ten, Sie haben Rech­te, aber auch Pflich­ten: Wel­che dies jeweils sind, erfah­ren Sie im Seminar
  • Ich ste­he – aus tiefs­ter Über­zeu­gung – für eine wert­schät­zen­de und den­noch kon­se­quent die Stand­punk­te ver­tre­ten­de Kom­mu­ni­ka­ti­on (= gewalt­freie Kom­mu­ni­ka­ti­on). Die Grund­sät­ze die­ser Kom­mu­ni­ka­ti­ons­form wer­den auch im Semi­nar angesprochen.
  • Ich bin zwar auch in Kampf­rhe­to­rik aus­ge­bil­det und den­noch ist sie kein Vor­trags­the­ma, denn ich wen­de sie nur sehr sel­ten und zwar „in Not­wehr­si­tua­tio­nen“ an, wenn ich bspw auf einen Pip­pi Lang­strumpf-Prü­fer („ … Ich mach’ mir die Welt, Wid­de­wid­de wie sie mir gefällt .…“) tref­fe.

Wenn Sie jetzt neu­gie­rig sind und ger­ne wis­sen wol­len, wann und wo es die­ses Lohn­ab­ga­ben­prü­fungs-Semi­nar mit mir gibt…

Wann: Das nächs­te Lohn­ab­ga­ben-Semi­nar fin­det am 10. Sep­tem­ber 2019 statt

Beginn: 08:30 Uhr

Wo: Über­all!, da ….

…die­ses Lohn­ab­ga­ben­prü­fungs-Semi­nar ein ARS Live Semi­nar ist.

Mit  ARS Live kön­nen Sie orts­un­ab­hän­gig, unkom­pli­ziert und in Echt­zeit an die­sem Semi­nar teilnehmen.

Im Gegen­satz zum klas­si­schen Webi­nar sind Sie

  • mit­ten­drin im Semi­nar und
  • erle­ben die Live-Über­tra­gung auf Ihrem Bildschirm
  • inkl. vol­ler Inter­ak­ti­on mit dem Trai­ner und auch mit den ande­ren Seminarteilnehmern.

Sie schal­ten sich zu und Sie sind live im Seminarraum!

Pat­ka-Know­how-Club­mit­glie­der erhal­ten von ARS eine um 15 % ermä­ßig­te Rechnung

Ange­bot 2: 

Pat­ka Know­How-Club­mit­glie­der haben 
Die 5 Erfolgs­bau­stei­ne einer erfolg­rei­chen Selbst­an­zei­ge erhal­ten!

15%-ige Ermä­ßi­gung auf das GPLA-Semi­nar vom Prak­ti­ker für Praktiker

PS:

Erfah­rungs­aus­tausch unter den Club­mit­glie­dern ist wich­tig. Daher schrei­ben Sie einen Kom­men­tar, wel­che Erfah­run­gen ‒ nega­ti­ve, aber auch posi­ti­ve ‒ Sie mit GPLA-Prü­fern gemacht haben.

Die­se Kom­men­ta­re hel­fen nicht nur den Club-Mit­glie­dern, son­dern auch den GPLA-Grup­pen­lei­te­rIn­nen, um all­fäl­li­ge Pip­pi Lang­strumpf-Prü­fer zu identifizieren.

Eine Bit­te: Kei­ne Prü­fer­na­men in das Kom­men­tar­feld, weder im Guten noch im Schlech­ten – Sie tun selbst bei Lob den Prü­fern nicht immer Gutes damit.

Soll­te für ein wei­te­res Vor­ge­hen (uU Loben) sinn­voll sein, den Namen des Prü­fers zu nen­nen, dann bit­te nur an office@patka-knowhow.at und nicht in das Kommentarfeld.

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