10. August 2020

Kurz­ar­beit: Stich­wort­ar­ti­ger Über­blick
zu Pha­se 3

  • Die Kurz­ar­beit III beginnt ab 1.10.2020
  • In man­chen Unter­neh­men endet die aktu­el­le Kurz­ar­beit vor dem 30. 9. 2020.
  • Die Sozi­al­part­ner und das zustän­di­ge Minis­te­ri­um haben bereits ver­ein­bart, dass in die­sen Fäl­len eine „unbü­ro­kra­ti­sche Verlängerungsmöglichkeit/Lückenschluss“ ermög­licht wird. Die erfor­der­li­chen Mus­ter­for­mu­la­re befin­den sich gera­de in Arbeit und wer­den zeit­ge­recht zur Ver­fü­gung ste­hen.
  • Die Kurz­ar­beit III gilt für 6 Mona­te
  • Die Min­dest­ar­beits­zeit beträgt 30 % der bis­he­ri­gen Nor­mal­ar­beits­zeit und kann über 6 Mona­te durch­ge­rech­net wer­den. 
  • Die Höchst­ar­beits­zeit liegt bei 80 % der Nor­mal­ar­beits­zeit ‒ auch hier beträgt der Durch­rech­nungs­zeit­raum 6 Mona­te
  • Der Dienst­neh­mer erhält für tat­säch­lich geleis­te­te Arbeits­zeit (auch Über­stun­den) den vol­len Lohn – es wird monat­lich abge­rech­net
  • Die Behal­te­pflicht nach Ablauf der Kurz­ar­beit beträgt unver­än­dert 1 Monat.
  • Die garan­tier­ten „Net­to­er­satz­ra­ten“ – das ist der Anteil am letz­ten Net­to­ein­kom­men ‒ ist wie bei der KUA II80/85/90 Net­to. 
  • Neu ist: Kol­lek­tiv­ver­trag­li­che-Lohn­er­hö­hun­gen, oder indi­vi­du­el­le Gehalts­vor­rü­ckun­gen sol­len im neu­en Modell berück­sich­tigt wer­den. Die tech­ni­schen Details dazu müs­sen aller­dings erst geklärt wer­den. 
  • Neu ist: Es besteht eine ver­pflich­ten­de Wei­ter­bil­dungsbereit­schaft für die Dienst­neh­mer in der vom AMS ver­gü­te­ten Aus­falls­zeit (kei­ne Wei­ter­bil­dungs­pflicht!).
  • Die Dienst­neh­mer müs­sen bereit sein, wäh­rend der Kurz­ar­beit eine Wei­ter­bil­dung zu machen, wenn das vom Dienst­ge­ber ange­bo­ten wird. Die Wei­ter­bil­dung wird durch das AMS gemein­sam mit dem Betrieb abge­wi­ckelt und kann jeder­zeit begin­nen.

Die Wei­ter­bil­dungs­maß­nah­men kön­nen bei Bedarf des Unter­neh­mens unter­bro­chen wer­den (zB wenn Groß­auf­trag ein­langt) ➪ In die­sem Fall besteht ein Rechts­an­spruch der Dienst­neh­mer dar­auf, die Wei­ter­bil­dung inner­halb von 18 Mona­ten fer­tig­zu­stel­len.

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